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Über die Wirksamkeit von Methoden zur Rekrutierung von Personal

von Urs Mantel

Kluge Personalrekrutierung ist eine strategische Schlüsselfähigkeit. Die Wissenschaft hat viele Studien gemacht um herauszufinden, welche Rekrutierungsmethoden welchen Anteil an der Job-Leistungsfähigkeit eines Bewerbers voraussagen können (Quelle: Laszlo Bock, „Work Rules“).

1. Unstrukturierte Interviews: 14%
2. Referenzauskünfte:  7%
3. Vorhandene Arbeitserfahrung des Bewerbers:  3%
4. Test mit konkreten Arbeitsproben aus der angebotenen Stelle: 29%
5. Test über die generellen kognitiven Fähigkeiten: 26%
6. Strukturierte Interviews: 26%
7. Test über die kognitiven Fähigkeiten plus strukturiertes Interview: 36%

Strukturierte Interviews sind etwas aufwändig zu erstellen, da sie nur rollenbezogen Sinn machen. Eine Einführung dazu finden Sie hier: (http://www.jetter-management.ch/_data/docs/Checkliste_fuer_Strukturierte_Einstellungsinterviews.pdf?PHPSESSID=4bbc0b3621a4e7b6463aec1a24bf3133).

Google evaluiert zusätzlich das Kriterium „Gewissenhaftigkeit“ eines Kandidaten und meint damit die Eigenschaft eines Kandidaten, eine Aufgabe zügig und solange zu bearbeiten, bis ein gutes Ergebnis vorliegt. Bei Führungskräften ist zudem die Führungsfähigkeit zu evaluieren.
Aufgrund der obigen Ausführungen kann man gute Resultate bei der Personalrekrutierung erwarten beim Einsatz von kombinierten Methoden.

Strukturiertes Interview + Arbeitsproben + Test kognitive Fähigkeiten
+ Gewissenhaftigkeit + (Ev. Führungsfähigkeit)

Investieren Sie genügend Zeit in die Rekrutierung? Gehen Sie professionell vor?
Es lohnt sich! Die richtige Person am richtigen Platz kommt weit vor Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung.

Einführung zum Thema Organisationsaufstellungen

von Urs Mantel

Haben Sie es auch schon erlebt, dass eine Situation sehr unübersichtlich, ja sogar verworren war und Sie gerne einen Blick hinter die Kulissen genommen hätten? Dass Sie rasch einen Blick in die wesentlichen Dynamiken und die Treiber einer Konstellation gehabt hätten? Ich kenne nur eine Methode, die das leistet und die das rasch und kostengünstig kann: die Organisationsaufstellung. Der nachstehende Beitrag vermittelt das Wesentliche dieser Methode im Sinne einer Einführung. Wir werden später mit Beispielen aus der Praxis Anwendungen präsentieren.

Lesen Sie den Artikel zu diesem Thema hier

 

 

Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken – das gilt auch für Unternehmenskrisen

In den letzten 15 Jahren begleitete ich viele Unternehmen in schwierigen finanziellen Situationen. Verluste, Liquiditätsprobleme, Restrukturierungen, Entlassungen, Turnarounds, Betriebsschliessungen und Notverkäufe heissen die Stichworte dazu.

Ausnahmslos allen Fällen ist gemeinsam, dass es trotz teilweise widriger Umstände wie z.B. Konjunktureinbrüche in den jeweiligen Branchen, Mitbewerber gab, die viel besser dastanden oder gar erfolgreich waren. Die Diagnose ist eine einfache: In allen Fällen (allen!) kamen die Probleme von der Unternehmensspitze (Aktionariat, Verwaltungsrat, Geschäftsführung). Und natürlich kann die Lösung auch nur von dort kommen. Denn kommt es nicht zu den notwendigen Veränderungen an der Unternehmensspitze, verwest das Unternehmen und wird schliesslich in irgendeiner Form aufgelöst.

Gute und anscheinend stichhaltige Gründe für eine missliche Unternehmenssituation gibt es immer: Die Konjunktur, die bösen Mitbewerber, die schlechten Verkäufer, die bösen Banken, die schwierigen Kunden etc.

Aber der Fisch beginnt am Kopf zu stinken. Dies verlangt vor allem Selbstreflektion an der Unternehmensspitze, damit Veränderungen eingeleitet werden können. Und gerade da hapert es in vielen Fällen.

Urs Mantel