Die weichen Faktoren der Nachfolgeregelung in Familienunternehmen

von Urs Mantel

In unserem Beitrag von Ende Februar haben wir anhand eines konkreten Falles eine gescheiterte Nachfolgeregelung vorgestellt und analysiert. Diese Nachfolgeregelung ist gescheitert, weil Menschen Nachfolger wurden, die  nicht zum Unternehmen passten und wohl auch nicht die Fähigkeiten als Nachfolger hatten. Zu den sogenannten harten Faktoren (Finanzen, Strategie etc.) der Nachfolgeregelung gibt es Literatur zuhauf. Weniger geschrieben wird zu den weichen Aspekten. Dieser Frage geht der nachstehende Beitrag nach.

 Lesen Sie den Artikel über Nachfolgeregelung hier

 

 

 

Die gescheiterte Nachfolgeregelung eines charismatischen, erfolgreichen Unternehmers

Ein charismatischer und erfolgreicher Unternehmer verkaufte seine Unternehmung im Rahmen der Nachfolgeregelungen an drei Nachfolger. Schon nach drei Jahren ging das ehemals finanziell sehr solide Unternehmen in den Konkurs. Die Nachfolger waren der Aufgabe in keiner Hinsicht gewachsen.

Schlussfolgerung

  1. Nachfolgeregelungen sind sehr anspruchsvoll.
  2. Der/die Nachfolger müssen fähig sein, den Impuls und die Kultur des Unternehmens aufzunehmen und auf dieser Basis das Unternehmen weiter zu entwickeln.
  3. Dies bedingt, dass die/der Nachfolger auch mit ihrem Persönlichkeitsprofil und ihren Führungsfähigkeiten zum Unternehmen passen.
  4. Der Übergabeprozess muss sorgfältig geplant und begleitet sein.
  5. Es genügt nicht, dass Nachfolger ein gutes strategische Konzept haben. Wichtiger ist, dass sie als Menschen und Führungskräfte zum Unternehmen passen. First people, then strategy hat der Managementvordenken Jim Collins formuliert – das gilt auch bei Nachfolgeregelungen.

Wir werden auf das Thema Nachfolgeregelungen in späteren Beiträgen zurückkommen.

Urs Mantel